Weitere Fotos folgen

Weitere Fotos und Beschreibungen zu den Bisherigen folgen in Kürze.

Die "Rollbahn" – Ruhrgebiet - Hamburg

Die Rollbahn - dieser Name verheißt Eisenbahnfreunden legendäres.

Die Verbindung zwischen dem Ruhrgebiet und Hamburg – und der weiten Welt –, wird damit die Erinnerung an eine bis heute sehr bedeutende Eisenbahnstrecke. Sie gehörte zeitweilig zu den am stärksten belegten Eisenbahnstrecken im gesamten deutschen Streckennetz, welche durch die Verlagerung der Verkehrsströme nach dem II. Weltkrieg noch einmal verstärkt wurde, da die Verkehrswegeführung nur noch schwerpunktmäßig in Nord-Südrichtung vorzufinden war. Die weitere Magistrale dieser Art ist die Nord-Südverbindung zwischen Hannover und Süddeutschland, über Würzburg und Nürnberg nach München.

Gegenüber der, bereits ein halbes Jahrhundert zurück liegenden, großen Zeiten der "Rollbahn", hat sich jedoch in dieser Hinsicht einiges geändert. Die alte West-Ostverbindung ist wieder verstärkt aufgelebt, sowie die hohe Frequenz ist weiterhin auf dem Abschnitt Rotenburg-Buchholz, mit Anbindung an den Rangierbahnhof Maschen, vorzufinden. Diese Verbindung führt über Hannover nach Süddeutschland. Trotzdem hat diese Eisenbahnstrecke auch heute einige Highlights vorzuweisen, die andere namhafte Strecken nicht haben. Dieses ist z. B. ein stündlicher IC-Takt, ergänzt durch ein wechselndes, alles in allem ansprechendes und zeitgemäßes Regional- und Nahverkehrsangebot.

Noch eine Bemerkung zum Begriff, bzw. der Namensgebung "Rollbahn": Damit ist auch schon aus militärischen Betrachtungen eine Magistrale gemeint, die eine hohe Dichte und somit Verkehrslast hat. Erst in den fünfziger Jahren wurde von Eisenbahnern wie Eisenbahnfreunden, dieser Begriff geprägt. Seitdem erst bezeichnet er die Verkehrsachse Hamburg-Ruhr. Andere widerrum beschreiben die dauernden markanten Rollgeräusche der Bahn, der Loks und Waggons als namensgebend. Eine verbindliche Definition für diesen Begriff gibt es also offensichtlich nicht.

Im Nachfolgenden betrachten wir einen Abschnitt der "Rollbahn", den Streckenabschnitt Osnabrück - Münster, an dem sich u.a. auch unser Standort Lengerich befindet, genauer.


Hauptbahnhof Osnabrück - Km 117,71

In eisenbahntechnischer Hinsicht genießt der Bahnhof, der im westlichen Niedersachsen gelegenen Hanse- und Bischofstadt, vor allem aus einem Grund bundesweite Bekanntheit: Hier findet sich bis heute einer der größten Turmbahnhöfe Europas, mit zwei zweigleisigen und sich in beinahe rechtwinkliger Lage von 96° und 48° niveaufrei kreuzenden Hauptbahnen.

Der erste Bahnhof (Hannoversche Bahnhof) in Osnabrück entstand an der Karlstraße bzw. am Wittekindplatz. Am 21. November 1855, wurde für den Personenverkehr aus Richtung Löhne kommend der Bahnbetrieb eröffnet. Für den Güterverkehr erfolgte die Öffnung am 5. Dezember des gleichen Jahres. Mit dem Bau der Hamburg-Venloer Bahn, wurde dann aber ein Kreuzungsbahnhof notwendig.

Der zweite Bahnhof, der Bremer Bahnhof, entstand 40 Jahre später rund 800 Meter weiter östlich des bestehenden Bahnhofs, um die Innenstadt nicht zu schneiden. Dort galt es, die CME (Cöln Mindener Eisenbahngesellschaft) Trasse aus Richtung Lengerich kommend - mittels Brückenkonstruktionen sowohl über die Straße "An der Petersburg", über die Westbahn und die Bremer Straße zu führen. Die feierliche Eröffnung des heutigen Bahnhofs erfolgte am 24. April 1895.

Mit der Eröffnung des Bremer Bahnhofs, wurde der erste Bahnhof, der Hannoversche Bahnhof, für den Personenverkehr entbehrlich und stillgelegt, wohingegen der Güterverkehr noch bis zur Fertigstellung des Güterbahnhof Fledder im Jahre 1913 dort weiter abgewickelt wurde. Das Gebäude wurde anschließend, bis ins Jahr 2004, als Verwaltungsgebäude genutzt. Während des "Kalten Krieges" wurde vor dem Bahnhofsgebäude zusätzlich noch ein Atombunker gebaut, von dem aus im Verteidigungsfall der Bahnverkehr in Norddeutschland weiterhin gesteuert werden sollte.

In den Jahren 1923 bis 1925 wurde das Empfangsgebäude des Hauptbahnhofs grundlegend umgebaut und dabei der Bremer dem Hannoveraner Flügel angepasst.

Block Hellern


Abzweigbahnhof Osnabrück-Hörne

Ein ca. 2,8 Kilometer südlich des Hauptbahnhofs liegender Betriebsbahnhof. Dieser Bahnhof diente früher als Aufstellbahnhof für Zuggarnituren und Rangierbewegungen. Heute wird er fast ausschließlich als Abzweigbahnhof (Abzweig der Strecke "Haller Wilhelm" Richtung Bad Rothenfelde, Halle Westfalen und Bielefeld) und Abstellbahnhof genutzt.


Bahnhof Hasbergen

Der Bahnhof Hasbergen liegt etwas außerhalb des eigentlichen Ortszentrums. Die Gemeinde erhielt erstmals im Jahre 1870, mit der Eröffnung des Streckenabschnitts nach Osnabrück durch die CME, einen Anschluss an das Eisenbahnnetz. Etwa gleichzeitig wurde auch die Bahnstrecke Georgsmarienhütte - Hasbergen fertiggestellt und in Betrieb genommen.

Südwestlich des Ortes treffen beide Bahnstrecken aufeinander, hier errichteten die beteiligten Gesellschaften (CME und GMBHV - Georgs-Marien-Bergwerks- und Hüttenverein) zunächst in unmittelbarer Nachbarschaft jeweils eigene Bahnhofsgebäude. Weiter westlich entstandenen aber auch Gleisanlagen, die den Austausch von Wagen zwischen den Bahngesellschaften ermöglichten. Das ehemalige Bahnhofsgebäude an der Rollbahn wurde an die Gemeinde Hasbergen verkauft und im Jahr 2011 komplett restauriert und saniert.


Bahnhof Natrup-Hagen

Seit dem 25. Juli 1889 gibt es eine Eisenbahnhaltestelle für den Personenverkehr in Natrup-Hagen. 1904 wurde sie dann zu einem richtigen Bahnhof mit Güterumschlag ausgebaut.

Die "Rollbahn" durchschneidet die hiesige Ortschaft. Am 11. Juni 1888 war die erste Verhandlung an Ort und Stelle zur Errichtung einer Haltestelle bei Bude 77, denn für Bude 76 vermutete man weniger Erfolg, obwohl diese den beiden Gemeinden - besonders Hagen a.TW. - gelegen ist. Denn dort hat die Bahn eine Steigung von 1:240.

Im Jahre 1902 waren dann die Planungen abgeschlossen und neben einem Dienstgebäude mit Stellwerk und Güterschuppen, sollte auch ein Beamtenwohnhaus in den Folgejahren errichtet werden.


Pumpwerk-Wasserwerk Schollbruch

Das Wasserwerk Schollbruch befindet sich im Grenzgebiet der Städte Lengerich und Tecklenburg, sowie der Gemeinde Hagen a.T.W. auf niedersächsischem Gebiet.

Das Wasserwerk wurde 1913, von der damaligen Bahnverwaltung der Preußischen Staatseisenbahn an der "Rollbahn" von Münster nach Osnabrück, zur Versorgung der damaligen Bahnbetriebswerke von Osnabrück - Osnabrück Hbf (genannt auch Kamerun) und Osnabrück-Rbf - gebaut. Im Jahr 2000 hat der Wasserversorgungsverband Tecklenburger Land (WTL) das Wasserwerk von der Deutsche Bahn AG erworben und im Jahre 2003 komplett modernisiert. Die WGA Schollbruch besteht heute aus 3 Vertikalfilterbrunnen im unmittelbaren Umfeld des Wasserwerks.


Bahnhof Lengerich - Km 98,8

Der Bahnhof Lengerich, gelegen bei km 98,8 mit einer Höhe von 79 m über NN hat die Besonderheit, dass er in den 150 Jahren seines Bestehens bereits über 3 Bahnhofsgebäude verfügte.

Das Erste, Baujahr 1869 bis 1873, auf der nördlichen Seite des Bahnhofs an der Lienener Straße gelegen, wurde am 13. März 1945, durch einen verheerenden Luftangriff der Alliierten Luftstreitkräfte, in Schutt und Asche gelegt. Der Personenbahnhof selbst verfügt über 3 Bahnsteiggleise und umfasste bereits in seinen besten Jahren, zwischen 1900 und 1970, umfangreiche Güter- und Rangiergleisanlagen. Viele Nebengebäude im Bahnhofsbereich unterstrichen diese Aufgabe und Funktion.

Das zweite Bahnhofsgebäude an der zweigleisigen "Rollbahn", wurde in den Jahren 1880 bis 1882 südlich der Bahnanlagen gebaut. 1901 eröffnete auf der gegenüberliegenden Seite auch der Personenbahnhof - Lengerich Pbf - der TWE. Im Jahre 1963 wurde das, aus dem vergangenen Jahrhundert stammende, aussagekräftige Bahnhofsgebäude abgerissen und musste einem reinen Zweckbau der 1960er Jahr weichen. Dieses, auch heute noch, mittlerweile ohne jegliche Bahnhofsfunktionen wie Kartenverkauf oder ähnliches, vorhandene Gebäude, soll nunmehr in den nächsten Jahren abgerissen werden. Dann wird Lengerich kein eigenes Bahnhofsgebäude mehr haben, sondern sich eine Bahnstation nennen müssen.


Bahnhof Kattenvenne

Ein Bedürfnis für einen Bahnhof zur Eröffnung der Strecke nach Münster und Osnabrück, stellte sich für die Beteiligten in den 1860er Jahren nicht. Sie suchten gleich nach einem passenden Standort. Dieser wurde gefunden an der Grenze zur Bauernschaft Ringel zwischen den Stationen 142 und 154 in der Sektion XXL der künftigen Eisenbahnlinie, die hier den Gemeindeweg von Lienen nach Ladbergen kreuzt – 1,5 Meilen vom Bahnhof Westbevern und 1 Meile vom Bahnhof Lengerich entfernt.

Nach langem Hin- und Her zur Genehmigung mit der Bezirksregierung in Münster und der Verwaltung der CME in Cöln, wurde schließlich die Genehmigung erteilt. Bereits am 1. September 1871, zur Eröffnung der Rollbahn, war die damalige Haltestelle Kattenvenne fertig und betriebsbereit. Es entstand ein Bahnhofsgebäude mit 1086 Quadrat-Fuß Grundfläche, zwei Weichenstellhäuser, ein Güterschuppen mit Ladebühne und ein Stallgebäude, sowie eine Brunnenanlage.

Damit waren die Bauarbeiten aber noch nicht abgeschlossen, denn das endgültige Bahnhofsgebäude musste noch errichtet werden. Im Sommer 1872 wurden die Sockel gemauert. Diese Arbeiten zogen sich bis Sommer 1873 hin, aber dann konnte das Bahnhofsgebäude und Nebengebäude in seine Nutzung übernommen werden.


Bahnhof Ostbevern

Die Streckeneröffnung war bereits am 1. September 1871, der Bahnhof wurde aber erst am 1. Mai 1897, zunächst als Eisenbahnhaltepunkt Brock-Ostbevern bei der Wärterbude 62, für den Personenverkehr in Betrieb genommen. Der Güterverkehr wurde mit einer Güterverladestelle, erst im Jahre 1906 aufgenommen. Die Kosten für den Bau musste die Gemeinde Ostbevern alleine tragen, da die Gemeinde Westbevern, welche in der Bauernschaft Brock lag, kein Interesse an der Station hatte.

Zwischen 1906 und 1908 wurde eine Chaussee vom Kirchdorf Ostbevern zum Bahnhof Brock-Ostbevern gebaut. Am 12. September 1966 wurde die Fahrleitung im Bahnhof in Betrieb genommen. Im Jahre 1990 wurde der regelmäßige Güterverkehr in Ostbevern eingestellt. Im Dezember 2004 wurde der Bahnhof Brock-Ostbevern in Ostbevern umbenannt.


Bahnhof Westbevern

Am 8. Mai 1868 fand die "landespolizeiliche Revision" (Besichtigung der künftigen Bahntrasse) im Raum Westbevern statt. Hierbei wurde auch die Lage des zukünftigen Bahnhofs Westbevern erörtert, der von der Gemeinde Westbevern dort gewünscht wurde, wo die Bahn den Weg von Westbevern zur Schifffahrtsbrücke kreuzt. Die Gemeinde Ostbevern wollte ihn aber an der Stelle haben, wo der Weg von Westbevern nach Ladbergen von der Bahn geschnitten wird und ein von Ostbevern kommender Weg mündet, so wie es auch von der CME projektiert worden war. Das wäre näher an Ostbevern heran gewesen. Diese Lösung kam jedoch nicht zur Realisierung, denn die Regierungskommission entschied sich gegen sie.

Inzwischen waren auch schon andere Baupläne dem Ministerium in Berlin zur Entscheidung vorgelegt worden. Hier wurde am 4. Juli 1868 entschieden, dass der neue Bahnhof Westbevern, so wie es die Regierung in Münster befürwortet hatte, zwischen den Stationen 21-40 in der XX. Sektion anzulegen sei. Es gab erneute Interventionen. Jedoch hatte die Eingabe keinen Erfolg. Berlin änderte die einmal getroffene Entscheidung nicht, und der Bahnhof kam in die Bauernschaft Valdrup. Ende 1868 waren die Skizzen und Anfang 1869 die Kostenvoranschläge für die Bahnhofsgebäude fertig. Zur Eröffnung am 1. September 1871 waren alle Bauarbeiten abgeschlossen. Im Zuge des Streckenausbaus wurden die Gleisanlagen im Bahnhof verlegt. Diese Arbeiten waren noch im Sommer 1870, trotz der kriegsbedingten Schwierigkeiten, beendet.

Emsbrücke


Betriebsbahnhof Münster-Sudmühle

Sudmühle - Treffpunkt bzw. Trennpunkt der Bahnlinie "Rollbahn".

Die Umgehungsbahn um Münster beginnt im Betriebsbahnhof Münster-Mecklenbeck, an der Strecke Wanne-Eickel - Münster. Sie führt östlich um die Innenstadt herum und mündet im Betriebsbahnhof Sudmühle in die Strecke Münster-Osnabrück. Die Güterumgehungsbahn ist eine elektrifizierte und überwiegend eingleisige Umgehungsbahn, die regulär dem Güterverkehr dient, um diesen weiträumig um den Hauptbahnhof Münster herumzuführen; Güterzüge von und nach Rheine müssen allerdings den Bahnhof von Münster passieren.

Die Strecke wurde am 5. Oktober 1930 eröffnet und ist damit die jüngste größere Eisenbahn-Baumaßnahme im Münsterland. Grund für den Bau der Umgehungsbahn war der, nach dem 1. Weltkrieg, stark ansteigende Güterverkehr im Zusammenhang mit der Tatsache, dass der Hauptbahnhof von Münster keine reinen Durchfahrgleise für Güterzüge besaß und solche aus Platzmangel auch nicht gebaut werden konnten. Ursprünglich sah die Planung auch den Bau eines zweiseitigen Rangierbahnhofs (etwa im Bereich zwischen Dortmund-Ems-Kanal und Kaldenhofer Weg) vor, welcher über die Umgehungsbahn an alle wichtigen, auf Münster zuführenden Strecken, angeschlossen werden sollte. Aus Kostengründen wurde dann jedoch nur die Umgehungsbahn verwirklicht.

Am 25. Mai 1968 wurde die Elektrifizierung der Strecke abgeschlossen.


Hauptbahnhof Münster

Bereits im Jahre 1848 fuhr die Eisenbahn von Münster nach Hamm. Der Fahrplan sah vier Zugpaare vor – heute sind es auf dieser Strecke 52.

1848 hatte der preußische Staat, die, mehr oder weniger unfreiwillig im Bau befindliche, Strecke (Kassel-) Warburg-Lippstadt-Hamm übernehmen müssen, weil die dort endende Bahngesellschaft in Konkurs gegangen war. Dadurch entstand als sogenannte Westfälische Eisenbahn eine der ältesten Staatsbahnen Preußens, das anfänglich voll auf den Bau von Privatbahnen gesetzt hatte.

In den 1850er Jahren kam Preußen auf die Idee, Hamm über Münster nach Rheine-Emden zu verbinden. Diese Strecke wurde bis Rheine am 23. Juni 1856 eröffnet. Der erste Bahnhof von Münster befand sich bereits an der Bahnhofstraße. Im Jahre 1879 wurde die CME verstaatlicht von Preußen übernommen. In Münster erhielt die CME einen eigenen (nunmehr den zweiten) Bahnhof östlich des Bahnhofs der Westfälischen Eisenbahn. Von der Stadt her war er nur nach ebenerdiger Überquerung der Bahnlinie Münster-Rheine aus erreichbar. Über diesen nicht sehr repräsentativen Bau, ist leider nur sehr wenig bekannt.

Der Verkehr auf der Dritten Bahnlinie nach Wanne - Rollbahn -, starte am 1. Januar 1870. Der Streckenteil bis Osnabrück wurde ebenso am 1. September 1871 dem Betrieb übergeben. Hamburg wurde schließlich am 15 Mai 1873 erreicht. Ein neuer "Centralbahnhof" für Münster entstand aufgrund weiterer zwischenzeitlicher Bahnstrecken gegen Ende der 1890er Jahre. Das ebenso in 1890 entstandene „Directionsgebäude“, entstand aus dem vorherigen Bahnhofsgebäude. Der neue "Centralbahnhof" von Münster wurde vom "Baukünstler" und Architekten Julius Carl Raschdorff erbaut, welcher auch den Berliner Dom erbaut hat. Der erste Zug fuhr am 1. Oktober des Jahres 1890 in die neue, große, dreischiffige Bahnsteighalle aus Stahl und Glas ein.

In den Jahren 1929 und 1930 wurde der Bahnhof umgebaut und trug fortan den Titel "Hauptbahnhof Münster". Im II. Weltkrieg wurde dieser Bahnhof, in Summe vieler Bombenangriffe, fast vollständig zerstört. Der Bau des "neuen" Hauptbahnhofs, erfolgte in den Jahren ab 1950 zum Teil mit Wiederaufbau des alten Bahnhofs aus 1930. Bis zum Jahre 1960 war dann jedoch die alte Bausubstanz vollständig verschwunden und der Gesamtneubau aus Bahnhofsgebäude und neuem Direktionsgebäude als Ensemble präsentierte sich den Bahnkunden.

Im Jahre 2013 wurde mit dem Abriss des bisherigen Bahnhofsgebäudes begonnen. Das neue Bahnhofsgebäude – als Hauptbahnhof Münster – erstrahlt seit seiner Eröffnung im Mai 2017 in lichtdurchfluteter Glasbauweise beruhend auf einem Stahlbetonskelettbau. Somit dürfte Münster nun für die nächsten Jahrzehnte mit seinen Bahnhofsumbauten und Neubauten abgeschlossen haben.