Die Entstehung unserer Modellbahnanlage

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Diese Seite ist derzeit noch in Bearbeitung und stellt zum jetzigen Zeitpunkt nur einen ersten Entwurf dar. Insbesondere Bilder und Dokumente, beginnend mit der Planungsphase ab 1989, werden noch hinzugefügt.

Nachdem die ersten Feldbahnloks und Waggons aufgearbeitet, viele Meter Gleis am Stellwerk und im damaligen Garten verlegt waren und vor allem die äußere Sanierung des Vereinsheims in 1990 abgeschlossen werden konnte, war es nun endlich soweit: Der ursprüngliche Grund für eine Vereinsgründung, der Bau einer vereinseigenen Modellbahnanlage wurde gestartet.

Schon Mitte der 1980er Jahre konnte von der damaligen Schlosserei Horst Meyer, Dyckerhoffstraße ein Gerüst als Unterkonstruktion, für die schon immer geplante Modellbahnanlage im oberen Stellwerksraum aufgebaut werden. In den Vorjahren wurde bereits auf Trassenbrettern an der Fensterfront entlang versucht einen Fahrbetrieb zu ermöglichen, dieses war aber mit zu vielen Kompromissen bei den Gleisradien und der Gestaltung verbunden. Schnell waren wir also von dieser Idee weg - was könnte eine Alternative sein?

Bereits in frühen Jahren nach der Vereinsgründung, haben wir uns mit der Geschichte der örtlichen TWE (Teutoburger Waldeisenbahn) befasst. Viele Stunden im Lengericher Stadtarchiv haben geholfen, um mehr Hintergrund-Informationen über die Bahnstrecke zu erhalten. Was lag also näher, als das Wissen über die TWE und deren Geschichte sowie die unmittelbare Nähe der Strecke, durch einen Blick aus den Fenstern des damaligen Dienstraumes im oberen Stockwerk des Stellwerk, näher in den Focus für eine Nachbildung im Modell zu nehmen?
Jedoch mussten wir sehr bald erkennen, dass in einem Raum von ca. 13,5 Meter Länge und ca. 3,80 Meter Breite - auch auf mehreren Ebenen - die TWE nicht im Modell nachzubauen war. Selbst der Bahnhof Lengerich und ergänzende Betriebsteile konnten nicht maßstäblich realisiert werden. Es wurde in der Gruppe der Aktivisten also eine machbare Alternative erarbeitet.

Die Flächen waren vorgegeben:

  • Viel Platz für einen langen Bahnhof: Es sollte ein Kopfbahnhof mit mindestens 3 Meter Bahnsteiglänge, mit umfangreichen Betriebsfunktionen und Rangiermöglichkeiten werden,
  • eine auf ca. 12 Länge führende Paradestrecke mit viel Landschaft
  • und viele und vor allem lange Züge sollten fahren können.

Also wurde in der Ebene unter der Paradestrecke und den Bereichen für Auf- und Abfahrrampen zur Gleiswendel, ein „Schattenbahnhof“ mit 10 Gleisen geplant und später auch gebaut. Maximale Nutzlänge ca. 6 Meter.

Nun stelle sich noch die Frage, wie werden Bahnhofsebene und Landschaftsteil mit Paradestrecke und Schattenbahnhof miteinander verbunden? Die Lösung: Eine Gleiswendel mit Gewindestangen - gebaut wie eine Spinne mit vielen Armen (aus Gewindestangen). Auf insgesamt 13 Wendungen und einer Gleislänge von 80 Metern, überwindet die Gleiswendel einen erforderlichen Höhenunterschied von ca. 1,50 Metern. Die Gleistrassen wurde mit Laser geschnitten - jedes Brett wie das Nächste - und die Viertelkreise mit eingesteckten Stahlstiften miteinander verbunden. Die Gleise wurden mit Pattex verklebt. Nach fast 25 Jahren halten sie immer noch auf dem Brett - bis auf einzelne Stellen, die besonders der Sonne auf der Südseite ausgesetzt sind. Hier wurden zwischenzeitlich mehrfach Gleisteile getauscht. Die Gleiswendel ist aufgrund ihrer Dimensionen mit einem Außenradius von 90 Zentimetern, der Anzahl der Wendungen und der Gleislänge, ein einmaliges Bauwerk und sucht seines Gleichen in der Modellbahnszene.

Das Grundkonzept der Modellbahn war damit erarbeitet. Die Suche nach vorbildorientierten Bahnhöfen führte dann irgendwann zum Bahnhof Pirmasens-Nord. Ein Bericht in einem Eisenbahn-Magazin aus den 1980er Jahren gab den entscheidenden Hinweis auf ein Vorbild. Dort war alles gegeben:

  • lange Bahnsteiggleise,
  • ein vielverzweigtes Weichen- und Streckennetz für Rangierarbeiten
  • und Aufstellgruppen für zu bildende bzw. getrennte Züge.

Ein Bahnbetriebswerk für den Lokomotiveinsatz und erforderlichen Betrieb im Bahnhof sollte diese ergänzen. Ebenso eine Ortsgüteranlage mit Rampe und Freiladegleis.

Die Entscheidung für die Umsetzung des Planungskonzepts viel mehrheitlich. Viele zweckmäßige, manchmal, auch sehr emotional geführte Diskussionen in der Sache, führten zum heutigen Anlagenbild.

In den ersten Jahren wurde die Paradestrecke gestaltet. Die Anlagenköpfe wurde erst später in die Gestaltung einbezogen bzw. der Unterbau des westl. Anlagenkopfes in 2005 einem Komplettabriss, einer Absenkung um ca. 25 Zentimeter und dem Aufbau der jetzigen Stadtlandschaft, unterzogen. Der östl. Anlagenkopf wurde eigentlich erst im Jahre 2018, durch den Bau der jetzigen Steinbruchlandschaft, in den Endzustand - bis auf die Ergänzung von einzelnen Gebäuden und vielleicht der Nachpflanzung von Tannen oder Bäumen - gebracht.

Im Jahre 2015 war dann aufgrund des gewünschten optimierten Fahrbetriebes das Ende des Kopfbahnhofs beschlossene Sache. Die Züge können nun durch den Bahnhof in eine weitere Gleiswendel einfahren. Diese Gleiswendel in kleinerer Form führt in einen weiteren kleinen Schattenbahnhof unter dem Bahnhof. Dort machen die Züge in einer Kehrschleife kehrt und fahren gemäß des vorgegebenen Fahrbetriebes wieder aus anderer Richtung durch den Bahnhof, über die große Gleiswendel auf die obere Ebene mit der Paradestrecke bzw. haben Rast in der Zwischenebene mit dem großen Schattenbahnhof.

Fertig wird sie nie, unsere Modelleisenbahnanlage. Aber es ist viel geschehen in den vergangenen fast 30 Jahren Bauzeit. Die digitale Zeit erfordert die Einbeziehung heutiger Modellbahntechnik durch bauliche Anpassungen und auch die (Neu-)Gestaltung einzelner Geländebereiche, Bebauungen oder einzelner Details und Szenen wird in den nächsten Jahren fortgeführt werden.

Stand: Juni 2019